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Verarbeitung > Spritzgießen
Eine optimale Verarbeitung von TPU ist nur
gewährleistet, wenn das zu verarbeitende Material eine Restfeuchte
von < 0,05% aufweist. In der Praxis haben sich für die
Verarbeitung von Desmopan® und Texin Schneckenspritzgießmaschinen
mit eingängigen Dreizonenschnecken in den handelsüblichen Längen
bewährt. Wird eine hohe Plastifizierleistung (Durchsatzmenge)
benötigt, wirken sich längere Schnecken günstig aus.
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| Abbildung 1: Spritzgießschnecke für die Verarbeitung
von Desmopan |
Wegen der hohen Scherbeanspruchung
haben sich Kurzkompressionsschnecken nicht bewährt. Die für TPU
benötigte hohe Plastifizierarbeit erfordert ein hohes Drehmoment
für den Schneckenantrieb. Ein nicht ausreichendes Drehmoment führt
zu Schwankungen der Schneckendrehzahl und somit zu ungleichmäßigem
Aufschmelzen.
In begrenztem Umfang lassen
sich hier höhere Zylindertemperaturen bessere Ergebnisse erzielen,
wobei jedoch die Gefahr einer Materialüberhitzung besteht. Düse
und Zylinderkopf sollten so ausgeführt sein, dass keine
"toten" Ecken vorhanden sind, in denen sich
Material festsetzen und dabei thermisch geschädigt werden
kann.
Eine entscheidende Bedeutung kommt auch
der exakten Temperaturregelung bei der Zylinder- und Düsenheizung
zu.
Dabei ist wichtig, die Düse auf der
ganzen Länge geregelt zu beheizen. Nur so lässt sich eine örtliche
Überhitzung oder ein mögliches "Einfrieren" der
Schmelze verhindern.
Schmelzen aus Desmopan®
sind weder korrosiv noch abrasiv. Aus diesem Grunde ist keine
besondere Stahllegierung bzw. Panzerung der Schnecke erforderlich.
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| Abbildung 2: Spritzling Schaltknäufe |
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